(49:16, CD, Vinyl, Digital, Welfare Sounds & Records, 14.03.2025)
Ganze neun Jahre nach seinem Debüt “Ashes” und immerhin auch noch sieben nach der EP „Hundred Miles“ meldet sich der schwedische Singer-/Songwriter Albert Af Ekenstam zurück und verbreitet ein weiteres Mal melancholisch-atmosphärischen Großmut. “Ghost Of Us” wirkt wie ein Wattebausch in Sound, der alles von außerhalb dimmt und dämmt. Hier scheint man von allen äußeren Einflüssen abgeschirmt, was die stimmungsvollen Elaborate des Musikers noch stimmungsvoller geraten lässt.
Zwischen Thomas Feiner (Anywhen) und Nick Cave croont sich Ekenstam durch dunkelbunte Klangode wie ‘Echoes From The Past’ oder ‘Snowflakes’, bei denen die Titel durchaus auch Programm sind. Die Arrangements weisen einen unmissverständlichen Hang zum Postrock auf, was durch Instrumentals wie ‘Tempel’ durchaus verdeutlicht wird. Die Gitarren flirren kristallin und jubilierend, dass es geradewegs in Richtung Olymp zu gehen scheint. Bei abgrundtief traurigen, in ihrer Stille kaum wahrnehmbaren Songs wie ‘Sleep Like A Child’ macht man sich dagegen schon ein wenig Sorgen um den Seelenzustand des Protagonisten. Aber alles wird gut – und “Ghost In Us” ist verdammt gut!
Bewertung: 10/15 Punkten (CA 10, KR 12);
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Abbildung: Albert Af Ekenstam