(23:50; Vinyl, Digital; Sonhouse Records, 02.02.2024)
Amenra gab es bisher in zwei Versionen, einmal in der fiesen Doom-, Sludge- und Post-Metal-Variante und einmal im akustischen Gewand.
Mit “Skunk” zeigen die Belgier nun ein ganz neues Gesicht, was der Tatsache geschuldet ist, dass es sich hier um einen Soundtrack handelt. Fast ausschließlich instrumental gehalten ist “Skunk” ein finsterer Score , dessen Soundscapes zwischen Ambient, Drone und Post Rock anzusiedeln sind. Der dazugehörige Film beruht auf einem Buch des forensischen Kinder- und Jugendpsychiaters Geert Taghon, in welchem er die wahren Geschichten von Kindern erzählt, die mit Sucht und Gewalt aufgewachsen sind, ihr Zuhause verlassen haben und sich letztendlich in der Gewalt von Erwachsenen wiederfanden. Dass Amenra von Regisseur Koen Mortier für diese Filmmusik beauftragt worden sind, kommt nicht von ungefähr. Schließlich spielt Colin Van Eeckhout im Film den Vater des Protagonisten.
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Die Musik Amenras für diesen Film wirkt dabei gezügelter, als das, wofür die Band gewöhnlich bekannt ist. Mangel an Bedrohlichkeit kann man diesem Score allerdings nicht vorwerfen. Ganz im Gegenteil.
Überraschen können die Belgier trotzdem, denn eine Interpretation von Tim Buckleys ‘Song To The Siren’ hatte wohl niemand von Amenra erwartet. Dass es sich dabei zudem um Blackend Dream Pop handelt, wie man ihn von den letzten Deafheaven Alben kennt, erst recht nicht.
Alleine hierfür lohnt es sich, der Scheibe eine Chance zu geben, selbst wenn man mit Scores und Amenra normalerweise nur wenig anfangen kann.
Bewertung: 9/15 Punkten
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Besetzung:
Lennart Bossu
Bjorn Lebon
Mathieu Vandekerckhove
Tim De Gieter
Colin H. van Eeckhout
Caro Tanghe
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Rezensionen:
Amenra • Cave In • Marissa Nadler – “Songs Of Townes Van Zandt Vol. III” (2022)
“De Doorn” (2021)
“Mass VI” (2017)
Konzert- & Festivalberichte:
19.05.23, Gent (BE), Viernulvier, Dunk!Festival 2023
11.04.23, Villerupt (FR), L’Arche
06.04.22, Köln, Essigfabrik
04.04.22, Esch-Uelzecht (LU), Rockhal Club
Abbildungen: Amenra.