(47:42, CD, LP, Stickman Records/Soulfood, 2016)
Das aus Italien stammende Trio There Will Be Blood präsentiert auf “Horns” treibenden Bluesrock im Geiste der Black Keys und der Queens Of The Stone Age. Allerdings geht es in den meisten Songs noch ein gutes Stückchen weiter, was sich unter anderem in einer ausgefallenen Instrumentierung widerspiegelt. So gibt es neben den klassischen Dreiklang aus Bass, Gitarre und Schlagzeug noch Trompeten, Saxophone, Posaunen, Chöre, Harfe und vieles mehr zu hören.
Bemerkenswert, dass sich die Band auch auf weniger ausgetretene Pfade jenseits des Bluesrocks wagt – so erklingen etwa in ‘Blind Wandering’ Gospelgesänge. Exemplarisch für die Bluesrock-Wurzeln stehen dafür Titel wie ‘Burn Your Halo’, ‘Untertow’ oder ‘Mismatch’. Ihre experimentierfreudige Seite leben die Musiker im hypnotischen ‘Ride’ und dem teuflischen (und titelgebenden) ‘Horns’ aus, welches sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird. Dass die Italiener auch Breitseite können, zeigen sie im monsterhaften ‘Short Breath’, das stoisch fast bis gegen die Wand fährt. Ungewohnt versöhnlich klingt das Album mit dem folkigen ‘Til Death Do Us Part’ aus.
Die Songs erzählen interessanterweise eine zusammenhängende Geschichte über einen einsamen Wanderer auf der Suche nach Vergeltung. Auf dem Weg zur Erlösung bekommt er es mit allerlei Freaks und Sonderlingen zu tun, die sich in den einzelnen Titeln wiederfinden. Ein echtes Konzeptalbum im klassischen Sinn darf man aber definitiv nicht erwarten.
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Auf “Horns” gibt es Vieles zu entdecken. Hier werden die unterschiedlichsten Genres zu einer äußerst interessanten Mixtur vermischt, nur progressive Elemente braucht man sicherlich nicht zu suchen. Die Experimentierfreude der Band überrascht aber äußerst positiv und hebt sie daher auch deutlich von Genre-Kollegen ab. Bluesrocker, Stoner und generell für alle Genres offene Zeitgenossen hören hier also unbedingt rein und lassen sich überraschen.
Bewertung: 10/15 Punkten (HK 10, KR 10)
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